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spende1Im Rahmen der „Spendenaktion 2.0“ hatte die SV die ganze Schule kurz vor den Herbstferien aufgerufen, noch einmal kräftig mitzuhelfen, um den in Lübeck ankommenden geflüchteten Kindern Schulsachen zukommen zu lassen. Denn, so erzählte uns Claudia Krause vom DRK bei einem ersten Treffen Anfang Oktober, eine Schule auf dem Volksfestplatz werde gerade erst aufgebaut und die Kinder dort könnten es kaum erwarten, zur Schule zu gehen. Wie bereits bei der ersten Spendenaktion habt ihr auch diesmal wieder viel gespendet, so dass wir heute ein vollgeladenes Auto mit Heften, Stiften, Federtaschen, Schulranzen und Kinderbüchern zu Lübecks Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge fahren konnten.

 

Da die meisten SV-Mitglieder keine Zeit hatten, sprangen kurzfristig einige Zehntklässler ein, so dass Sander als euer Schülersprecher gemeinsam mit Iolanda, Mariam, Gennifer, Didem, Emilly und Frau Hofmann zum Volksfestplatz fuhr. Dort angekommen mussten wir zunächst durch eine Art Eingangskontrolle, wo wir uns mit Namen, Uhrzeit und Grund des Besuchs registrieren mussten und Besucherausweise bekamen. Herr Sinon nahm uns in Empfang und führte uns anschließend über eine Stunde über das gesamte Gelände des Volksfestplatzes. Er gab uns Auskunft über Abläufe bei der Ankunft der Geflüchteten, wie sie wo untergebracht sind oder wie langsam aber sicher immer mehr feste Strukturen wie unter anderem Verwaltungsräume, Registratur-Büros, Arzträume, ein Kindergarten, ein Aufenthaltsraum für Jugendliche, eine Fahrradwerkstatt, Deutschkurse für Erwachsene und ab Montag nun endlich auch eine richtige Schule mit drei Klassenräumen entstehen. Als wir die „Schule“ betraten, wurden Sander und Didem direkt an die Bauphase an unserer eigenen Schule erinnert, als sie selbst ein Jahr in Containerklassen auf dem Schulhof untergebracht waren. Noch sind die Wände in diesen Containern ziemlich kahl und gespendete Schulmaterialien liegen für die Kinder bereit, die nächsten Montag eingeschult werden. Dass der morgendliche Schulbeginn dort 9 Uhr ist, ließ den ein oder anderen von uns sehnsüchtig seufzen...

Während des gesamten Rundgangs hatte man das Gefühl, dass auf dem Gelände eine sehr positive und friedliche Atmosphäre herrscht. Zu dieser tragen laut Herrn Sinon auch die ständig präsenten Soldaten und das Sicherheitspersonal bei. Das darf man sich jetzt nicht so vorstellen, dass dort bewaffnete Männer auf und ab marschieren und den Menschen dort Angst einflößen, eher im Gegenteil: Wir sahen Soldaten, die mit Geflüchteten scherzten, draußen auf dem Parkplatz versuchte ein Ehrenamtlicher einer Frau Fahrradfahren beizubringen und ein Sicherheitsmann spielte mit einem Jungen, der auf einem Spielzeugtrecker den Gang entlangfuhr. Diese Männer und Frauen sind also eher dazu da, aufzupassen, dass alles in geregelten Bahnen läuft und zu verhindern, dass Menschen, die nicht auf das Gelände gehören, hier auch nicht hineinkommen.

Alles in allem hatten wir das Gefühl, einen guten Eindruck in das Leben und Arbeiten auf dem Volksfestplatz bekommen zu haben und waren besonders davon beeindruckt, wie viel tatsächlich auf ehrenamtlicher Basis passierte – sei es Herrn Sinons eigener Start hier, der einmal die Woche mit einem Spielmobil vorbeikam, nun aber mittlerweile festangestellt ist und im pädagogischen Bereich arbeitet, oder seien es die zwei Lehrerinnen, die wir getroffen haben, die nach ihrem eigentlichen Unterricht am Vormittag nun am Nachmittag hierher kommen, um Erwachsenen Deutsch beizubringen. Nicht zu vergessen natürlich EUER Engagement, liebe Schülerinnen und Schüler, und hier sei vor allem einmal die Grundschule hervorzuheben, die besonders viele Materialien mitgebracht hat! Danke! Ihr seid toll und könnt stolz auf euch sein, denn dank euch werden jetzt einige Kinder, die unter furchtbaren Umständen ihre Heimat verlassen mussten, endlich wieder zur Schule gehen können und Deutsch lernen!

Danke auch an das SV-Team sowie Emilly, Didem, Gennifer, Iolanda und Mariam, die heute das Auto be- und wieder entladen haben und hoffentlich viele positive Eindrücke in der Flüchtlingsunterkunft gesammelt haben! Bleibt so interessiert, motiviert und engagiert!

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