Tel.: 0451 / 122 - 8 43 11

 

P1000771Eine Chipsdose, etwas schwarze Farbe und ein klitzekleines Loch: Das soll eine Kamera sein? Kaum zu glauben, aber wahr!
Voller Spannung begannen wir unser Projekt mit dem Bau einer Camera obscura allein aus den oben genannten Materialien. Die Mitte der Dose wurde mit einem winzigen Loch versehen und dann von innen schwarz angesprüht. Um sämtlichen Lichteinfall zu vermeiden, setzten wir der Dose dann noch eine „Kappe" aus schwarzer Folie auf und verdeckten das Löchlein mit schwarzem Klebeband. Und fertig war unsere Kamera!
Um zunächst die Wirkung von Licht auf das Fotopapier kennenzulernen, erstellten wir sogenannte Fotogramme. Hierbei legten wir verschiedene Gegenstände kunstvoll arrangiert auf das Fotopapier, dann wurde kurz belichtet und die Bilder erhielten dann für ihre Entwicklung ein „Chemiebad". Dort, wo die Gegenstände gelegen hatten, erschien das Fotopapier weiß, da es hier nicht belichtet wurde; Im restlichen Bereich wurde das Papier durch das Licht schwarz gefärbt.
Nun ging es ans richtige Fotografieren:

Im Rotlicht bestückten wir unsere Dosen mit Fotopapier. Das Rotlicht ist nötig, um eine Belichtung und damit Schwarzfärbung des Fotopapiers zu vermeiden. Jeder mit vier Dosen ausgestattet marschierten wir nun auf den Schulhof und suchten bei herrlichstem Wetter nach geeigneten Motiven. Neben dem Schulgebäude verewigten wir uns selbst, Pflanzen, mitgebrachte Spielzeuge und andere Gegenstände wie z.B. einen Helm mit einem Skateboard, Gummitiere, Schmuck, Spielzeugautos und vieles mehr. Nun waren wir gespannt, was unsere Kameradosen eingefangen hatten! Es ging also zurück in unsere rotbeleuchtete Dunkelkammer. Hier entwickelten wir die Fotos in verschiedenen Chemikalienbädern. Es entstanden zunächst Negative, das heißt, helle Dinge erschienen auf dem Foto grau bis schwarz und dunkle Flächen strahlten weiß. Diese Negative konnten wir nun mit Hilfe eines besonderen Belichtungsverfahrens auf neues Fotopapier als Positiv abbilden. Jetzt sahen unsere Bilder aus wie ganz normale Schwarzweißfotos. Aber ganz normal dann doch nicht: Durch die Stellung der Dose während der Fotografie konnten wir die Abbildung z.B. wellenförmig verzerren. So erhielten wir faszinierende Bilder, die wir dann – wenn gewünscht – noch weiter bearbeiten konnten. Wir hatten die Möglichkeit, unsere Fotos mit einer sepiabraunen Färbung „altern" zu lassen oder unsere Fotogramme eher modern mit bunten Farben zu kolorieren. Dabei entstanden wahre Kunstwerke, auf die wir sehr stolz sind!

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.